Nr.: 1043 Obamas Rede in West Point: Ankündigung eines endlosen Krieges

31. Mai 2014

Die amerikanischen Medien haben die Rede, die Präsident Obama am Mittwoch in West Point gehalten hat, als Abschiedsgruß an die jahrzehntelangen Kriege im Irak und in Afghanistan und Beginn einer eher multilateralen und weniger militaristischen amerikanischen Außenpolitik dargestellt.

Diese Auslegung ignoriert bewusst den Inhalt der Rede, in der sich Obama, mehr als bisher, zu einer Politik des permanenten und globalen Krieges im Namen der Interessen der amerikanischen Finanzelite bekennt. Diese Verzerrung der Medien ist einerseits parteilich motiviert. Obamas Republikanische Rivalen versuchen, ihn als schwach darzustellen. Andererseits von der Unterstützung einer wohlhabenden und privilegierten „liberalen“ Elite für Angriffskriege, die unter dem Banner von „Menschenrechten“ und „Demokratie“ geführt werden.

Der wahre Inhalt der Rede entsprach dem Ort, an dem der Präsident sie hielt. Wie so oft, war das Publikum, das für die angeblich wichtige außenpolitische Rede ausgewählt wurde, in Uniform und militärischer Disziplin unterworfen. In diesem Falle waren es Kadetten, die ihre Ausbildung auf der amerikanischen Militärakademie abgeschlossen haben und einem Offizierskorps beitreten, dessen Auftrag es ist, Washingtons weltweite Militärinterventionen zu organisieren und auszuführen.

Obamas Rede strotzte vor Lobgesängen auf das Militär und zeigte damit die wachsende Dominanz des Militär- und Geheimdienstapparates in der amerikanischen Regierung und dem politischen Geschehen in Amerika. Er erklärte den West Point-Absolventen, das amerikanische Militär habe keinen ebenbürtigen Gegner, und es „verkörpert, was es für Amerika bedeutet, die Welt anzuführen.“

„Das Militär, dem Sie sich angeschlossen haben, ist, und wird immer, das Rückgrat“ der amerikanischen „Führung auf der Weltbühne sein,“ erklärte Obama und lieferte seinem Publikum eine kurze und knappe Definition des amerikanischen Militarismus im 21. Jahrhundert.

Obama zitierte in seiner Rede Dwight Eisenhower, den obersten Befehlshaber der alliierten Truppen in Europa im Zweiten Weltkrieg und späteren US-Präsidenten, der 1947 in einer Rede vor dem gleichen Korps von Kadetten erklärte, Krieg sei die „tragischste und aberwitzigste aller Dummheiten,“ und wer vorsätzlich versucht ihn zu provozieren oder es vorschlägt, begehe ein großes Verbrechen gegen alle Menschen.

Diese Rede hielt er kaum ein halbes Jahr nach den Nürnberger Prozessen gegen die überlebenden Naziführer, und in diesem Kontext machte Eisenhower seine Äußerungen. Der Hauptvorwurf gegen die Naziführung war es, Angriffskriege begonnen und geführt zu haben.

(Error! Angriffe gingen nicht von D aus, ab 5.45 Uhr wird zurückgeschossen! Kriegstreiber war in erster Linie der Deutschlandhasser Churchill, vielleicht mal besser ein paar Nachhilfestunden in Geschichte nehmen, liebe wsws)

Unmittelbar nach diesem Eisenhower-Zitat erläuterte Obama jedoch eine Doktrin, mit der auch Adolf Hitler kaum Probleme gehabt hätte.

(Vielleicht hätte aber Hitler ein Problem mit Obama gehabt, denn der hatte damals schon erkannt, wer die Macht hinter der Macht ist, wie wärs mit ehrlicher Geschichte, liebe wsws Journalisten!)

Obama erklärte: „Die Vereinigten Staaten werden militärische Gewalt einsetzen, wenn nötig auch einseitig, wenn unsere Kerninteressen es erfordern – wenn unsere Bevölkerung bedroht wird, wenn unsere Lebensgrundlage auf dem Spiel steht, oder wenn die Sicherheit unserer Verbündeten gefährdet ist… Die internationale Meinung ist wichtig, aber Amerika sollte nie um Erlaubnis fragen, um unser Volk, unser Vaterland und unsere Lebensart zu schützen.“

(Was Amerikas Obumsa für sich in Anspruch nimmt , gesteht er anderen nicht zu, wir in D dürfen nicht einmal die Frage nach Souveränität stellen, geschweige um Erlaubinss bitten um unser Volk, unser Vaterland und unsere Lebensart zu schützen!) Vor NSA und amerikanisch geopolitischen Besatzerinteressen, die allein nur unser Land betreffen!

WSWS ist ganz gut, aber schon sehr einseitig und beim Deutschen Vaterland, machen die das Maul auch nicht auf! Sollte man nicht erst in der Familie aufräumen, bevor man nach draussen schreit ?, das als Gleichnis)

Obama schildert hier eindeutig keine Politik für einen Verteidigungskrieg, der nur als Reaktion auf einen Angriff oder die Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs geführt würde. Er erklärt, dass sich die USA das Recht vorbehalten, militärisch zu intervenieren, wo immer sie denken, dass es um ihre „Kerninteressen“ geht – d.h., um den Zugang zu Märkten, Rohstoffen, billiger Arbeitskraft und Profiten für ihre Konzerne und Banken.

(gut erkannt, bravo)

Wenn er über „unsere Lebensgrundlage“ und „unsere Lebensweise“ redet, meint er nicht den immer weiter sinkenden Lebensstandard des amerikanischen Arbeiters, sondern die achtstelligen Gehälter amerikanischer Vorstandschefs, deren Vermögen auf der Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung und der Rohstoffe des ganzen Planeten beruhen.

Der US-Präsident bekräftigte weiterhin sein angebliches Recht, Kriege zu beginnen, selbst wenn keine Bedrohung für die USA besteht, sondern auch wenn es um Themen gibt, die „unser Gewissen aufwühlen.“

(Gewissen? Solche Leute haben kein Gewissen, denn die VSA bedroht keiner, was umgekehrt ja nun wirklich nicht behauptet werden kann!)

Die jüngere Geschichte hat gezeigt, dass dieses „Gewissen“ sehr flexibel ist. Als im Jahr 2011 unbewiesene Behauptungen aufkamen, das libysche Militär stehe kurz davor, die rebellische ostlibysche Stadt Bengasi anzugreifen und ihre Einwohner zu massakrieren, begannen Washington und die Nato einen uneingeschränkten Bomben- und Stellvertreterkrieg, der zu zehntausenden Toten führte und mit dem Sturz und dem Lynchmord an dem Führer des Landes, Muammar Gaddafi, endete. Heute, nachdem bereits der gewählte Präsident der Ukraine gestürzt wurde, unterstützt Washington uneingeschränkt ein rechtes Putschistenregime, das Soldaten und faschistische Schläger in die ostukrainische Stadt Donezk schickt, um dort Demonstranten zu ermorden.

Obama hält Amerikas „Unterstützung für Demokratie und Menschenrechte“ hoch, wann immer Washington einen Regimewechsel durchführen will. Allerdings machte er ausdrücklich eine Ausnahme für das Regime von al-Sisi in Ägypten, das einen gewählten Präsidenten gestürzt, tausende ermordet, zehntausende verhaftet und die größte Partei des Landes verboten hat. „In Ländern wie Ägypten, geben wir zu, liegen unseren Beziehungen Sicherheitsinteressen zugrunde .“

(Hier fehlt ja wohl Deutschland, noch nicht bemerkt, wer uns hier besetzt hält und lügt und nicht verschwindet?) Wer manipuliert denn unsere Medien und welche Vasallen lassen das zu ?

Er erklärte, in den „humanitären Kriegen“ Amerikas müsse „die Schwelle für Militäraktionen höher liegen.“ Washington müsse „Verbündete und Partner mobilisieren, um gemeinsam zu handeln.“ Er fuhr fort: „Wir müssen unsere Werkzeuge um Diplomatie und Entwicklung erweitern; um Sanktionen und Isolierung; Appelle an das Völkerrecht; und nur wenn es gerecht, notwendig und effektiv ist, zu einseitigen Militäraktionen greifen.“

(Humanitäter Krieg ? Das sagen die Dschihadisten auch  mit ihrem heiligen Krieg!)

Dieses Szenario entspricht genau dem Kurs, dem Obamas Vorgänger George W. Bush gefolgt ist, als er seine „Koalition der Willigen“ für den „gewollten Krieg“ gegen den Irak mobilisierte.

Alles, was Obama geschildert hat, verstößt gegen das Völkerrecht und billigt Angriffskriege, die die Nazis vor einem Dreivierteljahrhundert praktiziert haben.

( Vorsicht, der Kriegstreiber war Churchill, das ist bewiesen, falls sich dieses „NaZI“s auf die Nationalsozialisten beziehen sollte, weil NASO nicht gleich NaZI ist!!)

In wie vielen Ländern führen die USA bereits Militärinterventionen und Stellvertreterkriege? Obamas Rede in West Point ging die Ankündigung voraus, dass fast 10.000 US-Soldaten nach dem offiziellen Ende der amerikanischen Besetzung Ende des Jahres in Afghanistan bleiben sollen, und dass eine Restmenge für unbestimmte Zeit dort bleiben werde.

Drohnenangriffe, nächtliche Überfälle und andere Aktionen finden im Jemen, in Somalia, Pakistan und anderen Ländern statt, während amerikanische Truppen unter dem Vorwand, gegen Kony zu kämpfen, die nigerianischen Schulmädchen zu finden oder gegen Islamisten zu kämpfen, in Afrika ausschwärmen.

In der Ukraine hat die US-Regierung einen Putsch inszeniert, der sie in direkte Konfrontation mit der Atommacht Russland gebracht hat. Seither hat sie amerikanische Bodentruppen nach Polen und in die ehemaligen baltischen Sowjetrepubliken, und Kriegsschiffe ins Schwarze Meer geschickt. Gegen China hat sie noch provokantere Marinemanöver durchgeführt und Überflüge von B52-Bombern organisiert.

In Syrien diskutiert die Obama-Regierung momentan einen Plan, amerikanische Truppen einzusetzen, um die sogenannten „Rebellen“ auszubilden und zu bewaffnen und eskaliert und verlängert damit den langen, religiös motivierten Bürgerkrieg der das Land zerstört hat. Obama forderte in seiner Rede die Schaffung eines neuen „Antiterrorpartnerschafts-Fonds“ in Höhe von fünf Milliarden Dollar, um Interventionen zu unterstützen und repressive Kräfte im Nahen Osten, Afrika und anderen Teilen der Welt zu bewaffnen und auszubilden.

Obama nutzte die Rede, um zu verteidigen, dass er sich unbegrenzte Vollmachten erteilt hat, Drohnenmassaker und Morde anzuordnen, die bereits mindestens 5.000 Todesopfer gefordert haben, die meisten davon Zivilisten. Der US-Präsident behauptete obszönerweise, diese Angriffe würden nur durchgeführt, wenn es „so gut wie sicher ist, dass es keine zivilen Todesopfer gibt.“

Unmittelbar vor der Rede hatten Vertreter der Regierung in einer Anhörung vor dem Kongress bekräftigt, dass der Präsident unbegrenzte Befugnisse habe, Kriege zu beginnen und Drohnenmorde anzuordnen, auch an amerikanischen Staatsbürgern, ohne dafür die Erlaubnis des Kongresses oder der Justiz zu benötigen. Damit wird nur ausdrücklich bestätigt, was bereits die Standardprozedur der US-Regierung ist, bei der der Kongress nur noch dazu da ist, die Entscheidungen der amerikanischen Kriegsmaschinerie abzusegnen.

Die Exekutive, die die Macht des Militär- und Geheimdienstapparates verkörpert, hat das Recht, fast alles zu tun. Aber welche Rechte bleiben der amerikanischen Bevölkerung noch? Die noch verbliebenen werden schnell getilgt. Die letzten Überbleibsel der Demokratie müssen beseitigt werden, um Krieg, Ungleichheit und wirtschaftliche Austerität durchzusetzen, die von der großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden.

Trotz Obamas hochfliegender Rhetorik, dass die USA ihre „lange Kriegszeit“ überstanden hätten, deutet seine Rede an, dass der amerikanische Imperialismus eine weltweite Katastrophe von beispiellosem Ausmaß vorbereitet.

Bill Van Auken

Quelle: http://www.wsws.org/de/articles/2014/05/31/pers-m31.html

Da findet man endlich mal einen realistischen Beitrag zur Gegenwart, ohne ihn selbst zu schreiben und dann scheiterts an der Geschichte!  Die Fettdrucke sind eingefügt von mir!

Arsenal Injustitia

Lest dazu auch folgenden Beitrag:

http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=12413

Jedes Jahr veröffentlicht der amerikanische Historiker William Blum seine „aktualisierte Zusammenfassung der amerikanischen Außenpolitik“, die belegt, daß die USA seit 1945 versucht haben mehr als 50 Regierungen zu stürzen, viele davon demokratisch gewählt; daß sie sich grob in Wahlen in 30 Ländern eingemischt haben, die Zivilbevölkerung von 30 Ländern bombardiert und dabei chemische und biologische Waffen benutzt haben, und daß sie versuchten ausländische Führungs-persönlichkeiten zu ermorden.
weiterlesen im Link
Hier wird zusammengestellt, was die VSA von Menschenrecht, Völkerrecht und Demokratie versteht und eine kriegerische Auseinandersetzung nach der anderen anzettelt um ihre Weltmachtstellung durchzusetzen, alles in friedlicher Mission getarnt.

 

 

 

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Über Arsenal injustitia

Aufklärung: * Korruption im Gesundheitswesen; * Betrug im Finanzwesen; Staatssimulation BR in D u.a. Offenlegung von Trollen und Spinnern und Psychopathen! Politikunwesen, Justizunwesen, EU Konstrukt, Schuldgeld ... * Massenverdummung durch Medien; * u.v.m.
Dieser Beitrag wurde unter Ami go home!, Bedrohung, Betrogen im 4. Reich?, Der Untertan, Die Schulden der USA, Dummheit ist die Macht der Elite, FEMA-Camps=KZ der Gegenwart?, Ihr seid Nutzvieh und Kanonenfutter /Video, Junker:2013 letztes Friedensjahr?, Krieg, Kriegstreíberei nun reichts!, Morgenthauplan in Raten!, Na endlich: Juristenverband stellt Betrügerrepublik fest! veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Nr.: 1043 Obamas Rede in West Point: Ankündigung eines endlosen Krieges

  1. Arcturus schreibt:

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

  2. haunebu7 schreibt:

    Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

  3. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Der endlose Krieg

  4. Lusru schreibt:

    Obama auf der Kiste
    vor vielen Leuten – jetzt West point-Corner?
    Als ich den elegant – fast wie ein geübter Seiltänzer – daherschreitenden Barack Obama erstmalig sah, war es mir völlig gleich, daß seine Äußerlichkeiten etwas dunkler, als für amerikanische Präsidenten gewohnt, waren, ich sah in jedem Schritt „Yes, we can“ mitwippend, auch in den Blicken.
    Es war zwar wunderlich, aber schien mir letztlich nicht so wichtig, daß er anläßlich seiner Amtseinführung offiziell den von ihm bekämpften weil kriegführenden Republikaner Bush jr. mit einem Bruderkuß öffentlich verabschiedete.
    Außerdem war es wohl die größte Selbstverständlichkeit, daß nach den vielen stramm geweißten Yale-Bübchen nun mal jemand aus der anders gefärbten Hälfte der USA-Einwohner präsidial handelt, wenige Jahrzehnte nach Beendigung der offiziellen „Rassentrennung“ war das wohl eh dran.
    Auch langen Atem wünschte ich ihm, da er nur so sein „can“ zustande bringen könnte, besonders bei seiner Wiederwahl, wie herrlich elegant und Zuversicht ausstrahlend und sicher er auch da schwingend einherschritt, fast wie ein geübter Seiltänzer in hoher Luft.

    Dann brach diese von ihm suggerierte Welt nach und nach zurück in Richtung Yale&Gen.:
    Guantanamo nie geschlossen und praktizierter Rechtsbruch im angeblichen aber US-Kommandierten Niemandsland,
    die Gesundheitsreform fürs eigene Volk verballhornt, weil dieses angeblich lieber hunderte von Milliarden lieber für den Krieg in fremden Ländern und für Särge der eigenen Soldaten augeben möchte als für die eigene Gesundheit der Bedürftigen,
    hundertfache Drohnenmorde als „Schreibzeug“ für eine „neue Welt“, pardon als „moderne Technik zur Tötung von fremden Staatsbürgern auf fremden Territorium ohne Urteil und Rücksicht auf unbeteiligte Zivilisten und die auch von den USA unterzeichneten Völkerrechten und UN-Vereinbarungen,
    die exaltierte Vorbereitung und Durchführung des Versuches einer Isolation Russlands (der ökonomische Gigant duldet neben sich nicht den Giganten des größten Staatsterritoriums), bis hin zur Reizung Russlands mit militärischen Umstellungsplänen (das sich in dieser Situation mal schnell die russische Krim zurückholt), das alles vorgeblich, um dem ukrainischen Volk und Staat zur Freiheit zu verhelfen (und den USA zu einem neuen sicheren Absatzmarkt usw.), man mag halt in den USA nichts sowrussisches, weil man dort meint:
    „Russland hat sich nach dem Ende des Kalten Krieges zu benehmen wie eine Demokratie (mittlerer Regionalmacht), aber die USA behandelt Russland weiter wie die Sowjetunion“
    damit offen als „Boß der Bosse und der Welten“ auftretend und alles, was dem entgegensteht, als „Verletzung nationaler Interessen der USA wo auch immer in der Welt“ proklamierend und damit Invasionsrechte (für Freiheit) begründend.
    Dank Snowden wurde offen:
    NSA- und andere weltweite Beschüffelung und völlig unkontrollierte Ausnutzung der Datenhaufen ohne Hemmung und rechtliche Grundlage – wie einst die Gesetzlosen im Altertum aus ihrer Not – werden nicht nur zugegeben, sondern bestärkt und forciert.

    Nun erhält die Eleganz seines Schrittes inzwischen den aus den Vergangenheiten bekannten Touch des gelegentlich auf dem Seile arg schwankenden und längst nicht mehr seiner Sache sicheren Schrittes, den solche etwas entwurzelten und von Rücksichten sich erleichternde Großmannssuchtvertreter kraft ihrer zurückliegenden Seiltänzereien so an sich haben:
    Die schwebende Leichtigkeit samt Leuchten in den Augen ist dahin, der Gang und das Wort werden eckig und holperig, der „Seilgang“ verlegte sich von den Füßen mehr nach oben, wo als Ergebnis der „ewige (Drohnen)Krieg der USA“ gegen alles, was „sich rührt“ nun beschworen wird und erneut tausende Offiziere und Soldaten darauf eingeschworen werden, als ob es wie in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in der gegenwärtigen Welt wieder nur darum ginge, einen Hitler zu besiegen, koste es was es wolle.

    Etwas Geschichtsunterricht und GESCHICHTSHALTUNG, und zwar nicht nur zur USA (die sogar Obama gern als „Amerika“ bezeichnet, völlig rücksichtslos gegenüber den ..zig anderen nur „auch“-amerikanischen Staaten), sondern auch zu Europa und das „Treiben, Leiden und Opfern“ dort vor seiner eigenen Geburt hätte helfen können, die heutigen europäischen Porzellanläden vor Seiltänzerei zu bewahren – es ist ihm offensichtlich nicht wichtig.
    Wer vor seinem Amt derartig wissentlich und offen völkerbelügende Amtsinhaber hatte, und nun mit „Yes we can“ antritt, hat der Jugend seines Landes und der Welt vorgegaukelt, daß er dies genau nicht vorhat – und nun – versucht er es mal mit Russland, und: Der EU.

    Höre ich in dieser Befindlichkeit seine etwas spröde und beschwörende Rede (samt der Putzklopperei, die ich hier mal außen vor lasse) an sein MIlitär und die WELT, wird nun die „Seiltänzerei“ und ihre Eleganz nicht mehr als Erscheinung sondern als versuchtes KONZEPT deutlich:
    Der Geist der Rede ist letztlich die rücksichtslos gegen alle andere Staaten verkündete Selbstermächtigung für ihn und „sein“ Militär – auf der einen Seite, und gleichzeitig der Versuch der Verklickerung eines scheinbar beabsichtigten weltweiten Rückzuges der USA aus „eigenen“ Kriegsabenteuern, jedenfalls solchen mit eigenen Soldaten (kein manpower-Verlust) und statt dessen hin zur universellen Verdrohnung und Anstachelung anderer „Lokalgiganten“ und Vasallen, die „nationalen Interessen der USA“ ebenfalls weltweit aber mit deren eigenen Mitteln und Soldaten sicher zu stellen, gleich was das denen „bringt“, auf der anderen Seite.

    Der Versuch der „Eleganz“, gleichzeitig das Militär/Manpower zu „schonen“ und das Miltär/Technik samt Datenkrake weltweit auch ungefragt für sogenannte USA-Interessen künftig frei weg nach Gutsherrenart verstärkt einzusetzen ist sowohl innen- wie außenpolitisch seine größte Seiltänzerei, durchsichtig, unnütz, fast wie ein letztes verzweifeltes Aufgebot, um sein Amt nach innen und außen wie auch „demokratisch“ und zugleich „republikanisch“ aus seiner inzwischen sehr bescheidenen Sicht (man frage mal Kissinger) irgendwie rechtfertigen zu können – das ist keine Eleganz, das ist alles nur noch durchsichtiges Aufbäumen eines amtsmüden Präsidenten, der als er kam unter dem Jubel der Massen rief „Yes wie can“ und inzwischen vergessen hat, was er da gemeint hatte, weil die eigenen Politoligarchen und der Lauf der Welt ihm inzwischen wohl einiges ausgetrieben haben und nun der Beifall sich spärlich in (wohl eher nur militärischen) Grenzen hielt.
    Ein guter, mutiger und versierter Seiltänzer, wollte der in höchsten Höhen auf dem Seile sicher tanzen – und ankommen, hatte und hat stets eine Balancierstange dabei, die ihn vom Anfang zum Ende bringt, wie gesagt:
    Ein versierter und erfolgreicher.
    In dieser Rede vor der militärischen Zukunft der USA war wohl weder sein Anfang in Erinnerung, noch das Ende, das Ziel wirklich erkennbar, noch zumindest einmal der Slogan „Yes, wie can“ gefallen, als ob er das seinen gesamten Ausführungen an diesem Tag weder voranstellen noch selbst hinterherrufen möchte, als ob er schon noch das Seil aber eben nicht den Tänzer sieht

    Obama auf der Kiste vor vielen Leuten – nun West point-Corner:
    „Der wahre Inhalt der Rede entsprach dem Ort, an dem der Präsident sie hielt.“
    und
    „Wie so oft, war das Publikum, das für die angeblich wichtige außenpolitische Rede ausgewählt wurde, in Uniform und militärischer Disziplin unterworfen“, eben : West-point-Corner mit corners speaker Obama

    Nachtrag: Kein Wunder,
    es war deutlich zu hören, daß niemand nach der Rede das zu dem Tage passende deutsche Schunkellied anstimmte, das da beginnen könnte „am 31.Mai ist der …“, klar, was da unterging, war ja wohl auch nicht „die Welt“…

  5. Lusru schreibt:

    Obamas Rede in West Point war gestern
    („Ankündigung eines endlosen Krieges“),
    schon heute ging es zur Tat Warschau-corner:
    Corner speaker Obama hat allen (Anwesenheit Erlaubten) etwas mitgebracht und es von der Kiste des Weltspenders herunter verkündet, etwas Besonderes!
    Es gibt für 1 Milliarde Dollar Einkaufsgutscheine für Rüstungsgüter aus USA – Grandiose Umverteilung von Steuergeldern der USA-Bürger an die „neuen Nato-Ostländer“ und von denen zurück in die USA zu den privaten Rüstungsindustrien für deren nunmehr gerade mal überschüssigen Rüstungsgüter als – versteckte Konjunkturspritze!
    Da ja die Kriegerei weltweit im Moment für USA etwas zu sehr im Abklingen ist und damit weniger Patronen&co verkauft werden können, kommt das so rundum sehr gelegen.
    Nur was das nun mit dem Gedenken an Polens Freiheit zu tun hat, erschließt sich nicht so sehr, denn Geschenke verpflichten, und meist eben nicht zur Freiheit.
    Und das scheint sehr anstrengend zu sein, überflüssige Milliarden mangels Eigenbedarf einfach außerhalb zu verteilen, es schien auch, als ob die Stimme oder der Ton eventuell zu leise war, so daß corner speaker seine Worte sehr laut nach Europa rein rief, damit sie auch jeder höre.
    Allerdings von einem Kommandoton gen Eu würde ich nicht gleich sprechen, auch wenn es sich im Egschauen so anhörte.
    Laut genug war es wohl, es sollten alle gehört haben, denn wenige Stunden später war diese „BringMilliardeRüstung“-Rede raus aus dem Netz, war sie offenbar „durch“, wie schade.
    Das nächste corner speaking soll für geladenes Publikum gesperrt sein, zum Schutze der Freiheit, nur welcher
    Und wieso solch schöne Geschenke für Frieden und Deeskalation sorgen sollen, hat er vergessen zu sagen, genau wie das berühmte „we can“ – kein Wort mehr davon, wieso eigentlich, war (!“) doch sein Markenzeichen?

    • Arsenal injustitia schreibt:

      Ja, haben die Rede auch gehört, die Richtung scheint klar zu sein, die maroden $ sind es auch, wenn man am 2013 denkt, konnten doch einige Leute nicht mehr bezahlt werden, die da im öffentlichen Dienst arbeiten und nach Endlosdebatten im Kongress wurde beschlossen, dass bis 15 Februar 14 weiteres Gelddrucken angesagt ist.
      Parallel dazu entwickelte sich die Ukraine Krise steil weiter.Sewastopol schien magisch anzuziehen, aber Putin reagierte mit seinem Referendum, völlig nach Völkerrecht, wie im Artikel 1 Absatz 2 UN-Charta nachzulesen ist, welches die VSA unterzeichnete. Nichts da Krim annektiert, sondern völkerrechtlich in Ordnung und wichtig für Russland, sich seinen Stützpunkt zu erhalten.
      No we can`t, wäre wohl eher Obamas Schlagwortsatz, denn das ist, was die Welt sieht.
      Wie gehts mit dem $ weiter, dazu 3 Optionen:(Trifft auch auf den€ zu)
      Es werden alle Konten auf NULL geestellt
      es gibt eine Hyperflation
      es gibt Krieg
      drei Spielarten, welche wird Obama mit seinen finanzkräftigen Hintermännern bevorzugen?
      Die Richtung ist also vorgegeben, der Grund schon lange fixiert.
      Der Russe hat nirgens seine Truppen stehen, in keinem Land ausser seinem eigenen, und die VSA?
      Überall, HIER:
      http://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2014/05/10/militarische-stutzpunkte-der-usa-auf-einem-blick/

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